Was wir bei Übergewicht, Diabetes Typ 2 und Fettlebern zur Linderung tun können! - Dr.med Dr.Helmuth Krieg
21803
post-template-default,single,single-post,postid-21803,single-format-standard,ajax_fade,page_not_loaded,boxed,select-theme-ver-3.1,side_area_uncovered,,wpb-js-composer js-comp-ver-4.11.2.1,vc_responsive

Was wir bei Übergewicht, Diabetes Typ 2 und Fettlebern zur Linderung tun können!

Liebe Patienten,

die Nachfrage nach der von mir empfohlenen 2-wöchigen no carb Kur ist riesengroß. Um Sie alle zu erreichen, will ich Sie gerne im Folgenden über die genaue Vorgehensweise, aber auch über Sinn und Zweck der Kur informieren.

Meine Idee geht zurück auf eine tolle Forschungsarbeit von Professor Roy Taylor vom Magnetic Resonance Center der Universität Newcaste (UK).

Herr Professor Taylor hat sich jahrelang schwerpunktmäßig mit Diabetes beschäftigt. Beim Diabetes Typ 2 (welches die häufigste Form ist) stellt die Bauchspeichdeldrüse genügend Insulin her, behält es aber für sich in ihren Zellen. Man nennt dies eine Insulinresistenz. Isst der Mensch also ein Stück Schwarzwälder Torte (Kohlenhydratbombe), schüttet die Bauchspeicheldrüse zu wenig Insulin aus und der Blutzucker steigt an.

Bisher hat man gerätselt, wie man diese Resistenz wohl durchbrechen könnte. Aber kein Medikament wollte so richtig wirken, im Gegenteil: Die heute gebräuchlichen Antidiabetika verstärken die Insulinresistenz sogar und es entsteht ein Teufelskreis: Insulin wirkt nicht ausreichend, Blutzucker steigt, und letztlich wird immer mehr Insulin benötigt.

Der gute Professor aus Newcastle kennt sich nicht nur in der Medizin gut aus, er ist auch ein guter Kenner der menschlichen Abstammung und der Evolution. Genetisch betrachtet sind wir Menschen nämlich auf dem Stand der Steinzeit, d.h. unsere Organe haben sich in den 5000 Jahren noch nicht so sehr an die Neuzeit adaptiert. Aber: Wie stark haben sich die Ernährungsgewohnheiten verändert. Stellen Sie sich den Ötzi mal mit einem Maxi Big Mac von Mc Donald`s vor. Oder: Um 1900 herum bestand die Hauptnahrung in einer Kartoffel, Sauermilch und ein paar Kräutern. Und heute? Wir erleben ein Überangebot vor allem an Kohlenhydraten. In vielen Speisen werden Zucker und Weissmehl verwendet. Von gezuckerten Getränken ganz zu schweigen.

vector illustration of two men with paleo diet and fast food

Was passiert dabei mit unseren Zellen? Vor allem die Zellen der Bauchspeicheldrüse, die ja das Insulin Hormon bilden, machen dicht, weil es ihnen zu viel wird. Einfach den Laden runter und Schluss. Etwas wissenschaftlicher ausgedrückt: Eine Insulinresistenz entsteht. Kein Wunder, dass es immer mehr Zuckerkranke gibt. Leber und Bauchspeicheldrüse lagern die Kohlenhydrate als Fette für schlechte Zeiten ein. Die Leber wird zur Fettleber.

Schlau ist er schon, der Professor Taylor, denn er hat sich gesagt: Kohlenhydrat Angebot im Übermaß = Insulinresistenz=Fetteinlagerung= ungut, dann müsste doch gelten: Keine Kohlenhydrate und die Zelle öffnet ihre Tore wieder und haut das Fett raus. Recht hat er, ist irgendwie auch logisch, denn bei einer Hungersnot musste der Körper sein Insulin sehr wohl wirken lassen können und die Fettreserven dienten dem Überleben.

Insulin senkt beileibe nicht nur den Zuckerspiegel, es fördert auch das Wachstum von Zellen. Das ist nicht so prickelnd, denken Sie mal an eine Tumorerkrankung oder an die Fettzellen in Ihrem Bäuchlein. Der Insulinmechanismus hat schon manchem die Bikini- bzw. Badehosenfigur verdorben. Bei hohen Insulinspiegeln hat noch keiner an Gewicht verloren, so einfach ist das. Ich will das Insulin aber nicht nur schlecht machen. Insulin fördert nämlich den Einstrom von Zucker in unsere Muskelzellen, was die Muckimacher freut.

Vielleicht wissen Sie, dass man in der Chirurgie stark übergewichtigen Menschen zur Gewichtsabnahme verhelfen will, indem der Chirurg ein Bändchen um den Magen wickelt. Dadurch passt weniger Essen in ihn (den Magen, nicht den Chirurgen) hinein und es entsteht ein rasches Sättigungsgefühl. Bei Diabetes Patienten, die so behandelt worden waren, war sehr häufig die Zuckerkrankheit ganz verschwunden.

Professor Taylor sagte sich nun, „das mache ich auch, aber ohne Bändchen und Bauch Aufschneiden. Einfach indem ich meinen Patienten für eine gewisse Zeit die Kohlenhydrate ganz wegnehme. Sprich: Nicht low carb, nein, no carb“

Ob Sie nun an Diabetes, Fettleber oder Übergewicht leiden oder an gar nichts von dem, sondern nur entschlacken wollen, dann sind Sie mit der Taylor Kur auf der richtigen Spur.

Machen Sie mit! 14 Tage keine Kohlenhydrate zu sich nehmen, das ist alles und müsste doch zu schaffen sein. Yes, you can ! Oder auf Deutsch: Sie schaffen das !

Motivation quote, so you'll be able to hipster style. Modern geometric letters and an olive branch.

Imitieren Sie Ihre persönliche kleine Hungersnot und holen Sie Ihr Fett aus den Organen und dem Bäuchlein.

Und schon höre ich Sie stöhnen: Der Junge (alias Doc H) hat gut reden, wiegt 74 kg bei 189 cm Größe. Aber ich?

Nix da; das lasse ich nicht gelten: Jetzt probieren Sie es mal und Sie werden sehen, sobald die ersten Pfunde entfettet sind, macht Ihnen das Ganze Spaß. Versprochen.

In der nächsten Woche gibt`s von mir einen Ernährungsplan für die zweiwöchige „no carb“ Diät. Und viele weitere nützliche Tipps. Seien Sie gespannt.

Es grüßt Sie ganz herzlich!

Ihr Dr.med Dr. Helmuth Krieg

 

Dr. Helmuth Krieg