Schwermetalle machen schwermütig - ein interessanter Fall - Dr.med Dr.Helmuth Krieg
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Schwermetalle machen schwermütig – ein interessanter Fall

Eine 54 jährige Patientin kam zu mir in Anwesenheit ihres Partners in die Sprechstunde. Der Partner berichtete, dass es zu Hause nicht auszuhalten sei: Die Patientin sei hochgradig depressiv, teilweise auch aggressiv, so dass es keine gemeinsame Basis mehr geben würde. Zwischendurch sei zwar auch mal ein relativ ordentlicher Tag, aber dann kämen wieder mehrere „Horrortage“ hintereinander.

Die Patientin war seit langem arbeitsunfähig. Freunde und Bekannte hatten den beiden längst den Rücken zugekehrt. Soziale Kontakte bestanden im Grunde keine mehr.

Nach sorgfältigem Zuhören drängte sich mir der Verdacht auf, dass bei der Frau eine so genannte „rapid cycling“ depression vorlag. Bei dieser Form wechseln sich in kurzen Abständen tief depressive  und einigermaßen normale bis euphorische Zustände ab.

Ich führte einige Untersuchungen durch, u.a. einen Test auf giftige Schwermetalle. Das Ergebnis war verheerend: Höchste Konzentrationen von Arsen, Blei und Quecksilber waren in Blut und Urin nachweisbar. Zu allem Übel war auch der Borreliosetest sicher positiv.

Outdoor photo from a kettlebell in a park

Die umgehend durchgeführte Entgiftungstherapie brachte nicht nur eine signifikante Verbesserung des Allgemeinbefindens, vielmehr wurden die schlechten Tage immer seltener und die besseren viel häufiger. Durch die sich anschließende Borreliosebehandlung konnte der Zustand der Patientin weiter verbessert werden.

Bei dieser Patientin hat offensichtlich ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Schwermetallbelastung und den Depressionen bestanden.

Man sollte daraus lernen: Depressionen bitte nicht nur psychologisch begründen, durchaus auch mal nach äußeren Faktoren schauen. In diesem Fall waren der durchgeführte Schwermetalltest und die Untersuchung auf Borreliose richtungsweisend.

Dr. Helmuth Krieg